WARUM ZUR KOSMETIKERIN GEHEN?

Margit Rüdiger | 12. Oktober 2021
Nur 11 Prozent der deutschen Frauen suchen laut einer Umfrage von Statista regelmäßig einmal im Monat eine Kosmetikerin auf. Eigentlich schade! Auch wenn man seine Haut zu Hause konsequent und liebevoll pflegt, mit dem richtigen Facial kann man noch mehr erreichen. Das habe ich gerade in der Praxis von Dr. Miriam Rehbein hautnah erlebt.

Facial Behandlung in der Praxis 
Offensichtlich meinen viele Frauen, dass ein Facial nicht mehr bringt, als das, was man auch zu Hause für seine Haut selbst tun kann. Denn mehr als die Hälfte (52%) waren noch nie in einem Beauty-Salon. Dabei wissen die „Verweigerer“ gar nicht, was ihnen entgeht. Ich erfahre es jeden Monat hautnah am eigenen Gesicht. Ich benutze zu Hause die gleichen Doctor Mi!-Produkte, mit denen die Kosmetikerin in der Praxis von Dr. Miriam Rehbein arbeitet. Meine Haut ist ebenmäßig und hat den gewünschten Glow. Kosmetikerin Marietta ist auch sehr zufrieden mit mir. „Ihre Haut ist wunderschön“, sagt sie. Auf meine skeptische Frage, ob man denn dann überhaupt noch etwas verbessern kann, antwortet sie, man könne immer noch etwas erreichen. Um das Ergebnis gleich vorweg zu nehmen: Marietta hatte Recht. Die Haut strahlt nach dem 1,5 Stunden-Facial, die Konturen sind straffer, sogar die Mundwinkel sind leicht angehoben. Und der positive Effekt verstärkt sich in den Tagen danach noch. Aber der Reihe nach…

ALL ABOUT GLOW 

Das Facial startet mit der Reinigung des Gesichts. Da ist bei mir nicht viel zu holen, weil ich nie Make-up trage, dann folgt das Peeling mit den geschroteten Kirschkernschalen. Das mache ich zu Hause auch regelmäßig, weil es richtig viel Glow schenkt. Zum Ausreinigen gibt es ebenfalls nicht viel. Desinfiziert wird mit TONE.S, weil die zweiprozentige Salicylsäure, eine öllösliche Betahydroxysäure, noch die letzten Fettpartikel von der Haut wischt und die Wirkstoff-Aufnahme verbessert. Es folgt das Glow-Peel von Obagi. Bekannt wurde der Hollywood-Doc Zein Obagi durch sein azurblaues Blue Peel, das drei Säuren in sich vereint. Optisch weniger spektakulär als die blaue Textur ist das Glow- oder Radiance Peel mit Salicylsäure, aber es prickelt ganz schön auf der Haut. Es arbeitet auch in der Tiefe, bildet neues Kollagen und minimiert die Poren.

Es folgt ein JetPeel. Es jagt mir jedesmal Kälteschauer über den Rücken. Aus kleinen Düsen mit Überschallgeschwindigkeit und über 700 Stundenkilometern trifft ein Wasser-Gas-Gemisch auf die Haut. Aber es lohnt sich, denn die Wirkung ist phänomenal. „Es wirkt wie ein Fitnesstraining für die Haut“, erklärt Marietta. Die obere Hautschicht wird durch den Aerosol-Strahl schonend gepeelt mit dem Resultat, dass der Teint frischer und glatter ist, kleine Linien und Falten scheinen minimiert. Zusätzlich schleust die Kosmetikerin mit dem Jet-Applikator drei verschieden hochdosierte Anti-Aging-Seren ein, die in einem Abstand von einem Zentimeter aufgetragen werden. Der sofortige Frische-Kick baut sich in einem Zeitraum von drei Tagen nach der Behandlung noch weiter auf. Je nachdem wie das Gewebe die Wirkstoffe individuell resorbiert, kann dieser Zustand bis zu drei Wochen anhalten.

LIFTINGEFFEKT PER MASSAGE 

Weiter geht meine Anti-Aging-Beauty-Reise mit einem Needling. Ja, es piekst, ist aber gut auszuhalten. Damit arbeitet Marietta eine Gold-Ampulle in die Haut ein und zwar genau an den Stellen, wo Straffung besonders nötig ist. An der Stirn, im Bereich der Nasolabialfalten. Gold ist in der Kosmetik ein erlesener Aktivstoff. Man spricht dem Metall nicht nur eine pflegende Wirkung zu, es wirkt antibakteriell und unterstützt die Kollagenbildung und damit den Anti-Aging-Aspekt.

Das Highlight, das nun folgt, müsste auch den letzten Zweifler davon überzeugen, dass die Kosmetikerin viel mehr erreichen kann als man selbst zu Hause. Es ist eine Lifting-Massage kombiniert mit einer Lymphdrainage. Mit festeM Griff streicht Marietta immer wieder die Wangen-Kinn-Konturen entlang, wo sich gerne unschöne Hamsterbäckchen manifestieren. Sie massiert das Gewebe rüttelnd nach oben. Es fühlt sich an als wäre mein Gesicht einem Windkanal ausgesetzt. Zwischendurch massiert sie mit einem Rosenquarzroller, der zusätzliche eine entstauende Wirkung auf das Gewebe hat. Durchblutung und die Kollagenbildung werden angekurbelt.

ENTSPANNUNG PUR 

Nun wird die Kermit-grüne Doctor Mi!-Maske aufgetragen - mit einem Pinsel, der federleicht über meine Haut streicht. Viel angenehmer als die Finger - das werde ich mir zu Hause auch angewöhnen. Die cremige Textur enthält ein spezielles Schwarzbienenhonigferment (Black Beeome) aus der Schweiz, das zur Regeneration der Hautflora beiträgt, klärend wirkt und die Mikrozirkulation anregt. Während die Maske einwirkt, bekomme ich eine extrem entspannende und ausgiebige Hand- und Fussmassage. Gleich zu Beginn der Behandlung hatte mir Marietta nämlich wirkstoffgetränkte Handschuhe (mit Frangipani, Heilpflanze aus dem Ayurveda) und Söckchen mit Mandarinen-Extrakt (Vitamin C, Pro-Vitamin A und Selen) angezogen.

Jetzt geht es in die Schlussrunde: Die Maske wird abgereinigt und „RED“ auf meine an Retinol gewöhnte Haut aufgetragen. Es ist mein Lieblingsprodukt aus der Linie mit einem acht-prozentigen Reninol-Komplex für einen ausgeglichenen pH-Wert, eine starke Hautbarriere. Es fördert die Zellerneuerung und die Kollagenproduktion. „Damit die Haut noch mehr zu tun hat, noch intensiver arbeitet“, begründet Marietta ihre Wahl. Ohne UV-Schutz geht natürlich gar nichts, deshalb trägt sie abschließend noch einen 50er Sonnenschutz auf. „Den benutze ich auch täglich“, beantworte ich ihre Frage wie ich es mit dem Sonnenschutz halte. Dann der Blick in den Spiegel: Meine Überraschung ist echt, meine Gesichtszüge wirken wie sanft geliftet, die Haut strahlt. Nach diesem Facial könnte ich süchtig werden!


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Margit Rüdiger

MARGIT RÜDIGER

Margit Rüdiger ist international bekannt als „The Voice of Beauty“. Sie ist eine der renommiertesten Journalistinnen im Bereich Beauty, Anti-Aging und Ästhetik. Ihr Weg führte durch die Redaktionen der wichtigsten Modezeitschriften Deutschlands wie Vogue, Elle, Madame, Bunte, Freundin, Brigitte, Marie Claire und Esquire.

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